|
Ehrenpatenschaft des Bundespraesidenten: Mannheimerin |
|
|
|
Update von Mehr Mannheim Redaktion
|
|
So einen berühmten Patenonkel hat nicht jeder: Für Jaimie, noch keine vier Monate alt und siebtes Kind der Familie Böttcher, hat Bundespräsident Horst Köhler die Ehrenpatenschaft übernommen. Bürgermeisterin Gabriele Warminski-Leitheußer überreichte Urkunde und Patengeschenk den glücklichen Eltern, die mit ihren Kindern ins Rathaus gekommen waren. „Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Familie und zu der Leistung, die Sie Tag für Tag erbringen“, beglückwünschte Warminski-Leitheußer die siebenfache Mutter Natascha Böttcher. Als Dezernentin für Bildung, Jugend, Gesundheit und Sport, so die Bürgermeisterin zu den Kindern, sei sie unter anderem auch dafür zuständig, „dass ihr das werden könnt, was ihr wollt und dass ihr im späteren Leben fest auf beiden Beinen steht.“ Ihr sei es mit drei Mädchen „zu langweilig“ gewesen, verriet Natascha Böttcher, die selbst aus einer großen Familie stammt. Dass der Wunsch nach einem Buben in vier weitere Nachkommen mündete, war zwar nicht gewollt, aber gern akzeptiert. „Ich muss wohl was falsch gemacht haben“, schmunzelte Vater Torsten, Beamter im Verwaltungsdienst der JVA. Im eigenen Haus verteile sich die Rasselbande auf drei Stockwerke, was sehr angenehm sei. „Platz zum Fußballspielen haben wir draußen auch“, ergänzten die Kinder, die in ihrer freien Zeit auch gern mit dem Fahrrad fahren oder im Wald Hütten bauen. (di/9.5.08) Info: Der Bundespräsident übernimmt auf Antrag der Eltern die Ehrenpatenschaft für das siebente Kind einer Familie. Die Ehrenpatenschaft hat in erster Linie symbolischen Charakter. Sie ist mit der Taufpatenschaft nicht zu vergleichen. Der Bundespräsident bringt mit der Übernahme der Ehrenpatenschaft die besondere fürsorgende Verpflichtung des Staates für kinderreiche Familien zum Ausdruck. Sie soll auch sichtbar die besondere Bedeutung herausstellen, die Familie und Kinder für das Gemeinwesen haben. Außerdem soll auf die Probleme kinderreicher Familien aufmerksam gemacht werden, wie zum Beispiel angemessene Wohnraumversorgung, und die Städte und Gemeinden sollen zur Unterstützung und Hilfeleistung veranlasst werden. Damit soll die Übernahme der Ehrenpatenschaft mit dazu beitragen, das Sozialprestige kinderreicher Familien zu stärken. Insgesamt wurden seit 1949 etwa 72.000 Ehrenpatenschaften übernommen.
|