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Internationales Polarjahr 2007-2008 gestartet Drucken E-Mail
Update von Mehr Mannheim Redaktion   

Am 1. März 2007 hat das Internationale Polarjahr begonnen. Die weltweite Initiative zur Erforschung der Polargebiete hat für die gesamte Menschheit eine tief greifende Bedeutung. Denn im ewigen Eis liegt der Schlüssel zum Verständnis für unser Klima, für die Erderwärmung und wie wir mit den einschneidenden Veränderungen umzugehen haben. Viele Länder der Staatengemeinschaft tragen auch mit Münzausgaben zu diesem wichtigen Thema bei.

Internationales Polarjahr 2007-2008In Deutschland wurde das Internationale Polarjahr am 1. März 2007 in Berlin unter der Schirmherrschaft der IPY-Organisation (International Polar Year) und des Bundespräsidenten Horst Köhler eröffnet. Zu den deutschen Schwerpunkten gehören „Polargebiete im Wandel des Weltklimas“, „Wandernde Kontinente“ oder „Vorstoß in unbekannte Regionen“. Das wichtigste Werkzeug für diese Aufgaben der deutschen Polarforschung ist das Forschungs- und Versorgungsschiff Polarstern. Die FS Polarstern ist das leistungsfähigste Polarschiff der Welt: Der doppelwandige Eisbrecher kann bei Außentemperaturen von minus 50 Grad arbeiten und notfalls im Polareis überwintern.

Damit ist die heutige Polarstern klar im Vorteil gegenüber der Endurance des Jahres 1914, die auf einer 2-Pounds-Münze von South Georgia/Sandwich-Islands abgebildet ist. Die Silber-Gedenkmünze hat die Trans-Antarctic Expedition des Briten Ernest Henry Shackleton zum Thema, der die Antarktis über eine Strecke von fast 3.000 Kilometern von West nach Ost durchqueren wollte. Die Expedition scheiterte, weil sein Schiff Endurance vom Packeis eingeschlossen und zerstört wurde. In einer abenteuerlichen Aktion gelang es Shackleton jedoch, sich mit dem Rettungsboot bis zu einer über 1.000 Kilometer entfernten Walfangstation auf South Georgia durchzuschlagen und letztlich seine zurückgebliebenen Männer zu retten. Die Silbermünze zeigt die Gestrandeten vor dem Polarlicht, einem einzigartigen Naturschauspiel, das am Südpol Aurora Australis genannt wird.

Bevor die Shackleton-Expedition stattfinden konnte, musste der Südpol allerdings zunächst einmal entdeckt werden. Dies gelang drei Jahren zuvor zwei Männern in einem atemberaubenden Wettlauf. 1910 startete der Norweger Roald Amundsen zu einer Expedition zum Südpol, nachdem der Nordpol bereits kurz zuvor entdeckt worden war. Das gleiche Ziel verfolgte allerdings auch der Brite Robert Falcon Scott. Amundsen erreichte den Südpol am 14. Dezember 1911 – mehr als einen Monat früher als Scott. Die 1-Crown-Münze der Falkland Inseln hat den Wettlauf zum Südpol durch Schnee und Eis in dramatischer Darstellung nachgebildet. Nach Robert Scott ist auch die vor fünfzig Jahren gegründete Polarstation Scott Base auf der antarktischen Ross-Insel benannt. Der auch wissenschaftlichen Zwecken dienende Expeditionsstützpunkt ist das Motiv einer neuen Silbergedenkmünze aus Neuseeland.

Viele weitere Länder beschäftigen sich mit dem International Polar Year. Die 500-Yen-Silbermünze Japans feiert das 50jährige Jubiläum einer japanischen Antarktis-Expedition: Die beiden Schlittenhunde Jiro und Taro sind vor dem im Hintergrund ankernden Expeditionsschiff Soya zu sehen. Kanadas 20-Dollar-Gedenkmünze erinnert an den englischen Entdecker Martin Frobisher, der 1576 bis zu den Eskimos in den kanadischen Arktisgebieten vordrang. Und die 2-Rand-Münze Südafrikas verdeutlicht mit einer Weltkugel inmitten auseinander strebender Radiallinien die Kontinentaldrift der Erdteile.

Alle Münzen erscheinen unter der Schirmherrschaft der IPY-Organisation und tragen das offizielle Emblem: eine Figur, welche die Erdkugel schützend umspannt und ein dynamischer Pfeil, den man als globales Klima interpretieren könnte. Sicherlich werden bis zum 1. März 2008 noch einige Gedenkmünzen zu diesem Ereignis geprägt. Sie begleiten eine einmalige, mehr als 60 Länder umfassende Initiative, um gemeinsam einen Durchbruch in der Polar- und Klimaforschung zu erreichen.

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